NAD+ 500mg
500mg pro Vial — Lyophilisiertes Pulver
Beschreibung
Nicotinamidadenindinukleotid (NAD+) ist ein Coenzym, das in allen lebenden Zellen vorkommt und eine zentrale Rolle im Zellstoffwechsel, der Energieproduktion und der DNA-Reparatur spielt. Als eines der grundlegendsten Moleküle der Biochemie ist NAD+ an über 500 enzymatischen Reaktionen beteiligt und dient als kritischer Elektronenträger in der mitochondrialen Elektronentransportkette sowie als Substrat für wichtige regulatorische Enzyme einschließlich Sirtuine, PARPs und CD38.
Die Forschung zur NAD+-Biologie hat sich nach der Entdeckung, dass die NAD+-Spiegel mit dem Alter signifikant abnehmen, dramatisch beschleunigt. Studien in mehreren Modellorganismen haben gezeigt, dass dieser altersbedingte NAD+-Rückgang mit mitochondrialer Dysfunktion, beeinträchtigter DNA-Reparaturkapazität und dem Auftreten zahlreicher altersassoziierter Pathologien korreliert. In bahnbrechenden Studien von Sinclair und Kollegen an der Harvard Medical School führte die Wiederherstellung der NAD+-Spiegel bei gealterten Mäusen zu dramatischen Verbesserungen der Mitochondrienfunktion.
Der Sirtuin-Signalweg stellt eine der am intensivsten untersuchten NAD+-abhängigen Signalkaskaden dar. Sirtuine (SIRT1-7) sind NAD+-abhängige Deacylasen, die zahlreiche zelluläre Prozesse regulieren, darunter Genexpression, Stressantwort, Metabolismus und zirkadiane Rhythmen.
PARP-Enzyme stellen ein weiteres kritisches NAD+-abhängiges System dar. PARPs verbrauchen NAD+ während der DNA-Reparaturprozesse, und chronische DNA-Schäden — die sich mit dem Alter ansammeln — erschöpfen progressiv die zellulären NAD+-Reserven. Forschung hat gezeigt, dass NAD+-Auffüllung diesen Kreislauf durchbrechen kann.
NAD+ wurde auch im Kontext von Neurodegeneration, kardiovaskulärer Funktion und Immunregulation untersucht. In präklinischen Studien schützte die NAD+-Augmentation gegen axonale Degeneration und verbesserte die Herzfunktion. Dieses Produkt wird als weißes lyophilisiertes Pulver mit 500mg pro Vial geliefert, mit einer Reinheit von über 98% nach HPLC-Analyse.
EU-Versand: Versand aus dem EU-Lager in 24-48h. Kostenloser Versand bei Bestellungen über 100 €. Keine Zollverzögerungen — Intra-EU-Versand. Sendungsverfolgung über Spring GDS / DHL EU Connect. Janoshik-COA pro Charge auf Anfrage verfügbar.
Rekonstitutions- und Verabreichungsprotokoll
NAD+ 500mg wird als steriles lyophilisiertes Pulver zur Rekonstitution mit sterilem Wasser für Injektionszwecke geliefert. Im Gegensatz zu den meisten Peptiden auf dieser Website sollte NAD+ für eine Langzeitlagerung NICHT mit bakteriostatischem Wasser rekonstituiert werden, das Benzylalkohol enthält — Benzylalkohol kann den NAD+-Abbau beschleunigen. Die nachfolgend zusammengefassten Laborstandardprotokolle sollten von Forschern anhand der eigenen internen SOPs validiert werden.
- Empfohlenes Verdünnungsmittel: Steriles Wasser für Injektionszwecke (konservierungsmittelfrei). Bakteriostatische Kochsalzlösung ist nur für sehr kurzfristige Anwendung (<48 h) akzeptabel.
- Standardverdünnung: 5 ml steriles Wasser zur 500mg-Durchstechflasche hinzufügen → Endkonzentration 100 mg/ml.
- Alternative Verdünnung: 10 ml steriles Wasser hinzufügen → Endkonzentration 50 mg/ml — bevorzugt für Infusionsprotokolle, die kontrollierte Abgabevolumina erfordern.
- Technik: Das Verdünnungsmittel langsam an der Innenwand der Durchstechflasche injizieren. Nicht direkt auf das Pulver zielen. Die Durchstechflasche 30-60 Sekunden lang sanft schwenken, bis vollständig gelöst. Niemals schütteln. Unmittelbar nach Rekonstitution vor Licht schützen.
- Erwartetes Aussehen: Klare, farblose bis hellgelbe Lösung ohne Partikel. Ein leichter gelber Schimmer ist normal und weist nicht auf Abbau hin.
- Typische Forschungswege: Subkutan, intravenös oder intramuskulär. Eine intravenöse Infusion über 1-4 Stunden wird häufig bei größeren Modellorganismen verwendet, um trotz der kurzen Plasma-Halbwertszeit eine anhaltende Plasma-NAD+-Erhöhung zu erreichen.
- Typisches Forschungsdosierungsfenster: 100-500 mg/kg in Nager-Auffüllstudien; täglich 100-500 mg in Forschungsprotokollen größerer Organismen.
- Stabilität nach Rekonstitution: Bei 2-8°C lichtgeschützt lagern. Innerhalb von 14 Tagen verwenden; verwerfen, wenn die Lösung stark gelb, braun wird oder Partikel entwickelt.
Stabilitäts- und Halbwertszeit-Daten
- Plasma-Halbwertszeit: Etwa 10 Minuten in pharmakokinetischen Studien an Nagern nach systemischer Verabreichung. Die rasche Clearance spiegelt den kontinuierlichen Verbrauch durch NAD+-abhängige Enzyme (PARPs, Sirtuine, CD38) und den fortlaufenden Umsatz über Salvage- und De-novo-Synthesewege wider.
- Persistenz auf Gewebeebene: Trotz der kurzen Plasma-Halbwertszeit ist die zelluläre NAD+-Poolgröße der relevante Forschungsendpunkt — die Poolgröße spiegelt das Gleichgewicht zwischen Synthese und Verbrauch wider und kann nach einer Einzeldosis stundenlang erhöht bleiben oder bei Infusions- oder wiederholten Dosierungsprotokollen tagelang anhalten.
- Stabilität (lyophilisiert): Bis zu 24 Monate bei -20°C in einer versiegelten Durchstechflasche, geschützt vor Licht und Feuchtigkeit. Nur 2 Wochen bei 2-8°C — thermisch empfindlicher als typische Peptide.
- Stabilität nach Rekonstitution: 14 Tage bei 2-8°C in Polypropylengefäßen mit geringer Proteinbindung, lichtgeschützt. NAD+ ist besonders photosensibel — UV-Exposition spaltet die Pyridin-Ribose-Bindung.
- Photoabbau: NAD+ ist sehr empfindlich gegenüber UV- und sichtbarem Licht. Die rekonstituierte Lösung stets in Amber-Durchstechflaschen oder bei wenig Licht lagern und handhaben.
- Thermische Stabilität: Die lyophilisierte Form ist bei 4°C für den Transport stabil, baut sich aber über 25°C schnell ab. Alle anhaltenden Temperaturabweichungen vermeiden.
- Gefrieren-Auftauen: Wiederholte Gefrier-Tau-Zyklen der rekonstituierten Lösung vermeiden. Vor dem Einfrieren in Einzeldosis-Volumina aliquotieren, wenn eine Langzeitlagerung erforderlich ist.
- Inkompatibilitäten: Saure oder stark basische Lösungen vermeiden — NAD+ hydrolysiert außerhalb des pH-Bereichs 6,5-8,0. Längeren Kontakt mit Benzylalkohol-Konservierungsmitteln vermeiden.
Zusammensetzung
- Verbindung: NAD+ (Nicotinamidadenindinukleotid)
- Molekularformel: C21H27N7O14P2
- Molekulargewicht: 663,43 g/mol
- CAS-Nummer: 53-84-9
- Reinheit: >98% (HPLC)
- Aussehen: Weißes bis cremefarbenes lyophilisiertes Pulver
- Menge: 500mg pro Vial
Lagerung
- Lyophilisiertes Pulver bei -20°C für Langzeitlagerung aufbewahren (bis zu 24 Monate).
- Für Kurzzeitlagerung (bis zu 2 Wochen) bei 2-8°C kühlen.
- Nach Rekonstitution bei 2-8°C lagern und innerhalb von 14 Tagen verwenden.
- NAD+ ist licht- und hitzeempfindlich — stets vor beidem schützen.
- Wiederholte Gefrier-Auftau-Zyklen vermeiden.
Analysezertifikat
Jede Charge NAD+ von Pepspan wird streng durch Dritte getestet. Unser Analysezertifikat (COA) umfasst HPLC-Reinheitsanalyse, Massenspektrometrie-Bestätigung, Endotoxintests und Sterilitätsverifizierung. COA-Dokumentation ist auf Anfrage für jede Chargennummer erhältlich.
Chargen-Reinheitsbericht
Janoshik VerifiziertAktuelle Charge: Warten auf erste Lieferung
Jede Charge von NAD+ 500mg, die von Pepspan verkauft wird, wird unabhängig von Janoshik Analytical (Prag, Tschechische Republik) getestet. HPLC-Reinheitsanalyse, Massenspektrometrie und Aminosäuresequenzierung werden für jede Lieferung durchgeführt.
Alle Reinheitsberichte Anzeigen →Forschungshinweis
Dieses Produkt ist ausschließlich für die Laborforschung bestimmt. Es ist kein Arzneimittel, Lebensmittel, Kosmetikum oder Nahrungsergänzungsmittel. NAD+ ist nicht für die Anwendung am Menschen oder Tier zugelassen. Es darf nicht an Menschen oder Tiere verabreicht werden außerhalb genehmigter klinischer Studien. Mit dem Kauf bestätigen Sie, dass Sie ein qualifizierter Forscher sind.
Häufig gestellte Fragen
Was ist NAD+?
NAD+ (Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid) ist ein Coenzym, das in allen lebenden Zellen vorkommt und als kritischer Elektronenträger in der mitochondrialen Atmungskette sowie als Substrat für Sirtuine (SIRT1-7), PARPs und CD38 dient. Die NAD+-Spiegel sinken bei Säugetieren mit zunehmendem Alter signifikant, und die Forschung hat diesen Rückgang mit mitochondrialer Dysfunktion, beeinträchtigter DNA-Reparatur und einer Vielzahl altersbedingter Phänotypen in Verbindung gebracht.
Wie wird NAD+ rekonstituiert?
NAD+ 500mg wird typischerweise mit 5-10 ml sterilem Wasser für Injektionszwecke rekonstituiert (kein bakteriostatisches Wasser — NAD+ ist über längere Zeiträume empfindlich gegen Benzylalkohol), was Endkonzentrationen von 100 mg/ml oder 50 mg/ml ergibt. Das Verdünnungsmittel langsam an der Innenwand der Durchstechflasche injizieren — niemals direkt auf das Pulver zielen. 30-60 Sekunden lang sanft schwenken, bis vollständig gelöst. Nicht schütteln. Die Lösung sollte klar und farblos bis hellgelb sein. Unmittelbar nach der Rekonstitution vor Licht schützen.
Was ist die typische Forschungsdosis?
Nager-NAD+-Auffüllstudien verabreichen typischerweise 100-500 mg pro kg subkutan oder intravenös. In größeren Modellorganismen sind tägliche Dosen von 100-500 mg üblich, oft als intravenöse Infusion über 1-4 Stunden verabreicht, um eine anhaltende Plasma-Exposition zu erreichen. Sinclair et al. und Imai et al. für protokollspezifische Konzentrationen konsultieren. Sublinguale oder orale Wege haben eine viel geringere Bioverfügbarkeit und werden eher durch Vorstufenverbindungen (NMN, NR) abgedeckt als durch NAD+ direkt.
Wie sollte NAD+ gelagert werden?
Lyophilisiertes NAD+ bei -20°C bis zu 24 Monate lagern, vor Licht geschützt. Kurzfristige Kühlung bei 2-8°C ist nur bis zu 2 Wochen akzeptabel — NAD+ ist thermisch empfindlicher als typische Peptide. Nach Rekonstitution bei 2-8°C lichtgeschützt kühlen und innerhalb von 14 Tagen verwenden. NAD+ ist licht- und hitzeempfindlich — stets vor beidem schützen. Wiederholte Gefrier-Tau-Zyklen vermeiden.
Ist NAD+ in der EU legal?
Ja, wenn streng als Forschungsreferenzmaterial für Labor- und In-vitro-Anwendungen verkauft. NAD+ ist ein natürlich vorkommendes Coenzym und weder ein Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel noch ein Kosmetikum, wenn es ausschließlich für Forschungszwecke verkauft wird. Pepspan versendet aus Spanien in alle 27 EU-Länder — Intra-EU-Versand, keine Zollverzögerungen.
Was ist die Halbwertszeit von NAD+?
Die Plasma-Halbwertszeit von exogen verabreichtem NAD+ beträgt etwa 10 Minuten in pharmakokinetischen Studien an Nagern und spiegelt eine schnelle Aufnahme, einen kontinuierlichen Stoffwechsel und einen ständigen Umsatz durch NAD+-konsumierende Enzyme (PARPs, Sirtuine, CD38) wider. Die relevante Variable für die Forschung ist jedoch die Größe des zellulären NAD+-Pools, die das Gleichgewicht zwischen Synthese und Konsum widerspiegelt und viel länger als das Plasmafenster anhält. Deshalb werden Infusions- oder wiederholte Dosierungsprotokolle häufig verwendet, um in Forschungsmodellen ein erhöhtes zelluläres NAD+ aufrechtzuerhalten.
Ist ein Analysezertifikat verfügbar?
Ja. Jede Charge von NAD+ wird unabhängig von Janoshik Analytical (Prag, Tschechische Republik) getestet. Das Analysezertifikat umfasst HPLC-Reinheit (>98%), massenspektrometrische Bestätigung, Endotoxintests und Sterilität. Das COA ist chargenspezifisch und auf Anfrage erhältlich.
Was ist der Unterschied zu NAD+ Sublingual?
Die injizierbare NAD+ 500mg-Durchstechflasche ist für parenterale Forschungsmodelle (subkutane oder intravenöse Verabreichung) bestimmt und erreicht direkt hohe Plasma- und Gewebe-NAD+-Spiegel. NAD+ Sublingual ist für die transmukosale Absorption über die sublinguale Schleimhaut formuliert und umgeht den gastrointestinalen First-Pass-Stoffwechsel, der das Molekül ansonsten zerstören würde. Die sublinguale Verabreichung erreicht wesentlich geringere maximale Plasmaspiegel, ermöglicht aber eine tägliche Dosierung für chronische Forschungsprotokolle, bei denen Komfort wichtiger ist als die maximale NAD+-Konzentration.
Weitere Forschungsressourcen
Weitere Forschungsartikel, Vergleichsleitfäden und Laborprotokolle zu diesem Peptid:


