
GHK-Cu
50mg pro Durchstechflasche — Lyophilisiertes Pulver
Beschreibung
GHK-Cu (Glycyl-L-Histidyl-L-Lysin-Kupfer(II)-Komplex) ist ein natürlich vorkommendes kupferbindendes Tripeptid, das 1973 von Dr. Loren Pickart erstmals im menschlichen Plasma identifiziert wurde. Das Peptid existiert physiologisch als Komplex mit Kupfer(II)-Ionen und kommt in Speichel, Urin und Plasma vor, wobei seine Konzentration mit dem Alter signifikant abnimmt. Im Alter von 20 Jahren betragen die Plasma-GHK-Cu-Spiegel durchschnittlich etwa 200 ng/ml und sinken bis zum Alter von 60 Jahren auf etwa 80 ng/ml. Dieser altersbedingte Rückgang hat GHK-Cu zu einem zentralen Gegenstand der Anti-Aging- und regenerativen Forschung gemacht, da das Peptid offenbar als systemisches Signalmolekül in der Gewebepflege und -reparatur fungiert.
Die wundheilenden Eigenschaften von GHK-Cu sind in der wissenschaftlichen Literatur umfassend dokumentiert. In dermalen Wundmodellen beschleunigt eine GHK-Cu-Behandlung die Wundkontraktion, stimuliert die Kollagensynthese (Typ I und III) und fördert die Bildung von organisiertem Granulationsgewebe. Der Mechanismus umfasst die Anziehung von Immunzellen und mesenchymalen Stammzellen zum Wundgebiet sowie die Stimulation der Glykosaminoglykan- und Decorin-Synthese, die beide für eine ordnungsgemäße Extrazellulärmatrix-Assemblierung entscheidend sind. In-vitro-Studien haben gezeigt, dass GHK-Cu die Produktion von Metalloproteinasen und deren Inhibitoren (TIMPs) erhöht, was eine koordinierte Matrix-Remodellierung statt einer reinen Erhöhung der Matrixablagerung ermöglicht.
Der vielleicht bemerkenswerteste Aspekt der GHK-Cu-Forschung betrifft die Wirkung auf die Genexpression. Eine umfassende Connectivity-Map-Analyse hat gezeigt, dass GHK-Cu die Expression von über 4.000 menschlichen Genen moduliert, was etwa 6% des Genoms entspricht. Bemerkenswerterweise reguliert das Peptid Gene, die mit Gewebereparatur und Regeneration verbunden sind, hoch, während es gleichzeitig Gene herunterreguliert, die mit Gewebedestruktion und Entzündungsschäden in Zusammenhang stehen. Zu den betroffenen spezifischen Signalwegen gehören die TGF-Beta-Superfamilie-Signalwege, Wnt-Signalwege, antioxidative Abwehr (einschließlich Superoxiddismutase, Glutathion-S-Transferasen und Thioredoxinreduktase) sowie DNA-Reparaturmechanismen. Diese genomweite regulatorische Aktivität ist für ein so kleines Molekül ungewöhnlich und legt nahe, dass GHK-Cu als zentraler regulatorischer Schalter in der Gewebehomöostase fungiert.
Die Stammzellforschung hat gezeigt, dass GHK-Cu ein potenter Attraktor für mesenchymale Stammzellen ist und deren Differenzierung in mehrere Zelllinien fördert. In Knochengewebestudien stimulierte das Peptid die Osteoblastenaktivität und verstärkte die Knochenbildung in experimentellen Frakturmodellen. Haarfollikelforschung hat dokumentiert, dass GHK-Cu die Follikelgröße erhöht, das Haarwachstum in Organkulturmodellen stimuliert und die Anagenphase (Wachstumsphase) des Haarzyklus verlängert. Nervengewebestudien haben gezeigt, dass GHK-Cu die Proliferation von Schwann-Zellen und die Neurotrophin-Sekretion fördert, was Relevanz für die periphere Nervenregenerationsforschung nahelegt.
Die Kupferkomponente von GHK-Cu ist integraler Bestandteil seiner biologischen Aktivität. Kupfer(II)-Ionen dienen als essenzielle Kofaktoren für zahlreiche an der Gewebereparatur beteiligte Enzyme, darunter Lysyloxidase (Kollagenvernetzung), Cytochrom-c-Oxidase (mitochondriale Energieproduktion) und Superoxiddismutase (antioxidative Abwehr). GHK-Cu bietet einen physiologischen Lieferungsmechanismus für Kupfer an diese Enzymsysteme. Das Peptid wird als bläulich-weißes lyophilisiertes Pulver zu 50mg pro Durchstechflasche geliefert, mit über 98% Reinheit nach HPLC-Analyse und verifiziertem Kupfergehalt nach Atomabsorptionsspektroskopie.
EU-Versand: Versand aus Spanien in alle 27 EU-Länder innerhalb von 24-48 Stunden. Kostenloser Versand ab 100 €. Keine Zollverzögerungen — innergemeinschaftliche Lieferung. Sendungsverfolgung mit temperaturbewusster Handhabung inklusive.
Rekonstitutionsprotokoll
GHK-Cu 50mg wird als steriles lyophilisiertes Pulver zur Rekonstitution mit bakteriostatischem Wasser (0,9% Benzylalkohol) geliefert. Die nachfolgend zusammengefassten Standard-Laborprotokolle sind als Orientierung gedacht — Forschende sollten sie gegen ihre eigenen internen SOPs validieren.
- Empfohlenes Lösungsmittel: Bakteriostatisches Wasser (BAC-Wasser) mit 0,9% Benzylalkohol als Konservierungsmittel.
- Standardverdünnung: 2 ml BAC-Wasser in die 50mg-Durchstechflasche geben → Endkonzentration 25 mg/ml (25.000 mcg/ml).
- Alternative Verdünnung: 5 ml BAC-Wasser hinzufügen → Endkonzentration 10 mg/ml — bevorzugt für feinere Dosierungen in tierischen Forschungsmodellen.
- Technik: Das Lösungsmittel langsam entlang der Innenwand der Durchstechflasche injizieren. Nicht direkt auf das Lyophilisatkissen zielen. Die Durchstechflasche 30-60 Sekunden lang vorsichtig schwenken, bis vollständig gelöst. Niemals schütteln — heftige Bewegung kann die Kupfer-Koordinationschemie stören und die Peptidstruktur schädigen.
- Erwartetes Erscheinungsbild: Klare Lösung mit charakteristischer hellblauer Tönung. Die blaue Farbe stammt vom Kupfer(II)-Ion, das durch den GHK-Liganden chelatisiert wird — dies ist normal und bestätigt die intakte Komplexbildung.
- Behälter: Kupferfreie, proteinbindungsarme Polypropylen-Röhrchen für die Aliquotierung verwenden. Glas für die Langzeitlagerung von Arbeitslösungen vermeiden.
- Typische Entnahmevolumina: Bei 10 mg/ml entnehmen Forschende üblicherweise 10-50 μl pro experimentelles Aliquot mit einer Präzisions-Insulinspritze.
- Stabilität nach Rekonstitution: Bei 2-8°C lichtgeschützt lagern. Innerhalb von 14 Tagen verwenden; bei Braunfärbung oder Partikelbildung entsorgen.
Stabilität & Halbwertszeitdaten
- Plasmahalbwertszeit: Etwa 30 Minuten nach systemischer Verabreichung in pharmakokinetischen Nagetierstudien. Die kurze Halbwertszeit spiegelt die schnelle Clearance und den Ligandenaustausch mit Serumproteinen wie Albumin und Ceruloplasmin wider.
- Lyophilisierte Stabilität: Bis zu 24 Monate bei Lagerung bei -20°C in einer versiegelten Durchstechflasche, geschützt vor Licht und Feuchtigkeit. Bis zu 4 Wochen bei 2-8°C ohne messbaren Reinheitsverlust.
- Rekonstituierte Stabilität: 14 Tage bei 2-8°C in kupferfreien Polypropylenbehältern, lichtgeschützt. Nach 14 Tagen kann ein allmählicher Verlust der Kupferkoordination und ein Peptidabbau auftreten.
- Photodegradation: Der Kupfer(II)-Peptid-Komplex ist lichtempfindlich. Direkte UV- oder starke sichtbare Lichteinwirkung kann die Koordinationsbindung spalten. Stets in Braunglasröhrchen oder unter Lichtschutz lagern und handhaben.
- Thermische Stabilität: Die lyophilisierte Form ist bei kurzen Transportexkursionen bis 40°C stabil. Anhaltende Temperaturen über 25°C vermeiden.
- Gefrier-Tau: Wiederholte Gefrier-Tau-Zyklen der rekonstituierten Lösung vermeiden. Bei längerer Lagerung in Einmal-Aliquots aufteilen.
- Inkompatibilitäten: Starke Reduktionsmittel, EDTA und hochaffine Kupferchelatoren vermeiden — sie entziehen dem Peptid das Kupfer und heben die biologische Aktivität auf.
Zusammensetzung
- Peptid: GHK-Cu (Glycyl-Histidyl-Lysin-Kupfer-Komplex)
- Sequenz: Gly-His-Lys-Cu(II)
- Summenformel: C14H24CuN6O4
- Molekulargewicht: 403,92 g/mol
- Reinheit: >98% (HPLC)
- Erscheinungsbild: Bläulich-weißes lyophilisiertes Pulver
- Menge: 50mg pro Durchstechflasche
Lagerung
- Lyophilisiertes Peptid bei -20 Grad Celsius für die Langzeitlagerung aufbewahren (bis zu 24 Monate).
- Für die Kurzzeitlagerung (bis zu 4 Wochen) bei 2-8 Grad Celsius kühlen.
- Nach der Rekonstitution bei 2-8 Grad Celsius lagern und innerhalb von 30 Tagen verbrauchen.
- Wiederholte Gefrier-Tau-Zyklen vermeiden.
- Jederzeit vor Licht und Feuchtigkeit schützen.
Analysezertifikat
Jede von Pepspan verkaufte GHK-Cu-Charge durchläuft eine rigorose Drittlaborprüfung. Unser Analysezertifikat (COA) umfasst HPLC-Reinheitsanalyse, massenspektrometrische Identitätsbestätigung, Kupfergehalt-Verifizierung mittels Atomabsorptionsspektroskopie, Endotoxintestung und Sterilitätsprüfung. Die COA-Dokumentation ist auf Anfrage für jede Chargennummer erhältlich. Sämtliche Prüfungen werden von unabhängigen europäischen Laboren durchgeführt, um höchste Genauigkeit und Zuverlässigkeit sicherzustellen.
Chargen-Reinheitsbericht
Janoshik geprüftAktuelle Charge: Wird mit der ersten Lieferung bereitgestellt
Jede von Pepspan verkaufte Charge GHK-Cu wird unabhängig durch Janoshik Analytical (Prag, Tschechische Republik) geprüft. HPLC-Reinheitsanalyse, Massenspektrometrie und Aminosäuresequenzierung werden für jede Sendung durchgeführt. Die Berichte sind chargenspezifisch — nicht generisch.
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Dieses Produkt ist ausschließlich für die Laborforschung bestimmt. Es handelt sich weder um ein Arzneimittel noch um ein Lebensmittel, Kosmetikum oder Nahrungsergänzungsmittel. GHK-Cu ist von keiner Regulierungsbehörde für die Anwendung am Menschen oder Tier zugelassen. Mit dem Kauf bestätigen Sie, dass Sie ein qualifizierter Forscher sind und dieses Produkt ausschließlich für legitime wissenschaftliche Forschungszwecke verwenden.
Häufig gestellte Fragen
Was ist GHK-Cu?
GHK-Cu (Glycyl-L-Histidyl-L-Lysin-Kupfer(II)-Komplex) ist ein natürlich vorkommendes kupferbindendes Tripeptid, das 1973 erstmals im menschlichen Plasma identifiziert wurde. Seine physiologische Konzentration nimmt mit dem Alter ab (von ~200 ng/ml mit 20 Jahren auf ~80 ng/ml mit 60 Jahren). Es wird umfassend zur Erforschung von Kollagensynthese, Wundheilung, Genexpressionsmodulation und Stammzellanziehung in Forschungsmodellen untersucht.
Wie wird GHK-Cu rekonstituiert?
GHK-Cu 50mg wird typischerweise mit 2-5 ml bakteriostatischem Wasser rekonstituiert, was Endkonzentrationen von 25 mg/ml oder 10 mg/ml ergibt. Das Lösungsmittel langsam entlang der Innenwand der Durchstechflasche injizieren — nicht direkt auf das Pulver zielen. 30-60 Sekunden vorsichtig schwenken. Niemals schütteln: heftige Bewegung kann die Kupfer-Koordinationschemie stören. Die Lösung sollte klar mit einer charakteristischen hellblauen Färbung durch Kupfer(II) sein.
Welche Forschungskonzentration wird typischerweise für GHK-Cu verwendet?
Die meisten veröffentlichten In-vivo-Studien haben GHK-Cu in einem Bereich von 1-3 mg/kg in Nagetiermodellen eingesetzt. In-vitro-Studien verwenden üblicherweise Konzentrationen zwischen 1 nM und 10 μM, abhängig vom zellulären Endpunkt. Forschende sollten die Primärliteratur (Pickart et al., 2012; 2015; 2017) für protokollspezifische Konzentrationen heranziehen.
Wie lange ist GHK-Cu nach der Rekonstitution stabil?
Rekonstituiertes GHK-Cu sollte gekühlt (2-8°C) gelagert und innerhalb von 14 Tagen verwendet werden. Kupferfreie, proteinbindungsarme Behälter (Polypropylen) verwenden, um Sequestration zu vermeiden. Stets vor Licht schützen — der Kupferkomplex ist lichtempfindlich. Bei Braunfärbung oder Partikelbildung entsorgen.
Kann ich GHK-Cu in Deutschland kaufen?
Ja. Pepspan versendet GHK-Cu 50mg aus Spanien nach Deutschland und in alle 27 EU-Länder. Jede Charge wird unabhängig durch Janoshik Analytical (Prag, Tschechische Republik) auf HPLC-Reinheit, massenspektrometrische Bestätigung und Kupfergehalt mittels Atomabsorptionsspektroskopie geprüft. COA inklusive. Ausschließlich für Forschungszwecke. Versand innerhalb von 24-48 Stunden — keine Zollverzögerungen, innergemeinschaftliche Lieferung.
Benötige ich ein Rezept für GHK-Cu?
Nein. GHK-Cu wird ausschließlich als Forschungsreferenzmaterial für den Labor- und In-vitro-Gebrauch verkauft. Es ist weder ein Arzneimittel noch ein Nahrungsergänzungsmittel oder Kosmetikprodukt und benötigt in der EU kein Rezept, sofern es ausschließlich zu Forschungszwecken vertrieben wird.
Wie vergleicht sich GHK-Cu mit Kupferpeptiden in Kosmetika?
Kosmetische Kupferpeptid-Formulierungen enthalten typischerweise GHK-Cu in sehr niedrigen Konzentrationen (0,05-0,2%) in topischen Grundlagen, die für die Hautpenetration optimiert sind. Forschungstaugliches lyophilisiertes GHK-Cu ist dagegen ein >98% reines Peptidreferenzmaterial mit verifiziertem Kupfergehalt, bestimmt für kontrollierte Laborstudien zu Kollagensynthese, Genexpression und Stammzellbiologie — nicht für kosmetische Anwendung.
Wird GHK-Cu von Janoshik geprüft?
Ja. Jede Charge von Pepspan GHK-Cu wird unabhängig durch Janoshik Analytical (Prag) geprüft. Das Analysezertifikat umfasst HPLC-Reinheit (>98%), Massenspektrometrie, Kupfergehalt-Verifizierung, Endotoxintestung und Sterilität. Das COA ist chargenspezifisch und auf Anfrage erhältlich.
Weitere Forschungsressourcen
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