MOTS-c 10mg
10mg pro Vial — Lyophilisiertes Pulver
Beschreibung
MOTS-c (Mitochondrialer Offener Leserahmen der 12S rRNA Typ-c) ist ein mitochondrial-abgeleitetes Peptid (MDP) bestehend aus 16 Aminosäuren, kodiert im mitochondrialen Genom. Erstmals 2015 von Dr. Changhan David Lee und Kollegen an der University of Southern California identifiziert, stellt MOTS-c eine bahnbrechende Entdeckung in der mitochondrialen Biologie dar.
Der primäre Wirkmechanismus von MOTS-c umfasst die Aktivierung des AMPK-Signalwegs (AMP-aktivierte Proteinkinase), des zellulären Master-Energiesensors. In Studien wurde gezeigt, dass MOTS-c die AMPK-Signalgebung im Skelettmuskel aktiviert und die Glukoseaufnahme und Fettsäureoxidation insulinunabhängig verbessert.
Forschung zu MOTS-c und Übungsbiologie hat besonders überzeugende Ergebnisse hervorgebracht. Zirkulierende MOTS-c-Spiegel steigen während des Trainings beim Menschen signifikant an. Bei gealterten Mäusen verbesserte die MOTS-c-Behandlung die körperliche Leistungsfähigkeit.
Die Langlebigkeitsimplikationen von MOTS-c werden durch populationsgenetische Daten gestützt. Studien haben eine spezifische MOTS-c-Variante identifiziert, die bei japanischen Hundertjährigen signifikant angereichert ist.
Über die Stoffwechselregulation hinaus hat MOTS-c zytoprotektive Eigenschaften in Modellen von oxidativem Stress, Entzündung und zellulärer Seneszenz gezeigt. MOTS-c wird als weißes lyophilisiertes Pulver mit 10mg pro Vial geliefert, mit über 98% Reinheit nach HPLC-Analyse.
EU-Versand: Versand aus dem EU-Lager in 24-48h. Kostenloser Versand bei Bestellungen über 100 €. Keine Zollverzögerungen — Intra-EU-Versand. Sendungsverfolgung über Spring GDS / DHL EU Connect. Janoshik-COA pro Charge auf Anfrage verfügbar.
Rekonstitutions- und Verabreichungsprotokoll
MOTS-c 10mg wird als steriles lyophilisiertes Pulver zur Rekonstitution mit bakteriostatischem Wasser (0,9 % Benzylalkohol) geliefert. Die nachfolgend zusammengefassten Laborstandardprotokolle sollten von Forschern anhand der eigenen internen SOPs validiert werden.
- Empfohlenes Verdünnungsmittel: Bakteriostatisches Wasser (BAC water) mit 0,9 % Benzylalkohol-Konservierungsmittel.
- Standardverdünnung: 1 ml BAC water zur 10mg-Durchstechflasche hinzufügen → Endkonzentration 10 mg/ml (10.000 mcg/ml).
- Alternative Verdünnung: 2 ml BAC water hinzufügen → Endkonzentration 5 mg/ml — bevorzugt für kleinere Dosierungseinheiten in Mausmodellen.
- Technik: Das Verdünnungsmittel langsam an der Innenwand der Durchstechflasche injizieren. Nicht direkt auf das Pulver zielen. Die Durchstechflasche 30-60 Sekunden lang sanft schwenken, bis vollständig gelöst. Niemals schütteln.
- Erwartetes Aussehen: Klare, farblose Lösung ohne Partikel.
- Typisches Forschungsdosierungsfenster: 0,5-15 mg/kg in Nager-Stoffwechselstudien. Übliche wöchentliche Schemata verabreichen 5-10 mg-äquivalente Dosen mit Intervallen von 3-7 Tagen und nutzen die Gewebeebene-Persistenz der MOTS-c-Effekte trotz der kurzen Plasma-Halbwertszeit.
- Typische Entnahmevolumina: Bei 10 mg/ml ergibt eine 200-mcg-Dosis = 20 μl Entnahme an einer Präzisions-Insulinspritze.
- Stabilität nach Rekonstitution: Bei 2-8°C lichtgeschützt lagern. Innerhalb von 30 Tagen verwenden; verwerfen, wenn die Lösung trüb wird oder Partikel entwickelt.
Stabilitäts- und Halbwertszeit-Daten
- Plasma-Halbwertszeit: Sehr kurz — in der Größenordnung von Minuten nach subkutaner Verabreichung in pharmakokinetischen Studien an Nagern. Die rasche Clearance spiegelt den enzymatischen Abbau durch Serumpeptidasen wider, die auf die 16-Reste-Kette wirken.
- Persistenz auf Gewebeebene: Trotz der kurzen Plasma-Halbwertszeit halten MOTS-c-Effekte auf AMPK-Signalgebung und nukleare Genexpression auf Gewebeebene Stunden bis Tage an — das Peptid transloziert unter metabolischem Stress in den Zellkern, wo es die Expression von Zielgenen lange nach dem Absinken der Plasmaspiegel modifiziert.
- Stabilität (lyophilisiert): Bis zu 36 Monate bei -20°C in einer versiegelten Durchstechflasche, geschützt vor Licht und Feuchtigkeit. Bis zu 4 Wochen bei 2-8°C ohne messbaren Reinheitsverlust.
- Stabilität nach Rekonstitution: 30 Tage bei 2-8°C in Polypropylengefäßen mit geringer Proteinbindung, lichtgeschützt.
- Thermische Stabilität: Die lyophilisierte Form ist bei kurzen Transportabweichungen bis 40°C stabil. Andauernde Temperaturen über 25°C vermeiden.
- Gefrieren-Auftauen: Wiederholte Gefrier-Tau-Zyklen der rekonstituierten Lösung vermeiden. Vor dem Einfrieren in Einzeldosis-Volumina aliquotieren, wenn eine Langzeitlagerung erforderlich ist.
- Inkompatibilitäten: Starke Oxidationsmittel vermeiden — die beiden Methioninreste (Met-1 und Met-5) in der Sequenz sind anfällig für Oxidation zu Methioninsulfoxid, was die biologische Aktivität reduziert.
Zusammensetzung
- Peptid: MOTS-c (Mitochondrialer ORF der 12S rRNA Typ-c)
- Sequenz: MRWQEMGYIFYPRKLR
- Molekularformel: C101H152N28O22S2
- Molekulargewicht: 2174,58 g/mol
- Reinheit: >98% (HPLC)
- Aussehen: Weißes lyophilisiertes Pulver
- Menge: 10mg pro Vial
Lagerung
- Lyophilisiertes Peptid bei -20°C für Langzeitlagerung aufbewahren (bis zu 36 Monate).
- Für Kurzzeitlagerung (bis zu 4 Wochen) bei 2-8°C kühlen.
- Nach Rekonstitution bei 2-8°C lagern und innerhalb von 30 Tagen verwenden.
- Wiederholte Gefrier-Auftau-Zyklen vermeiden.
- Stets vor Licht und Feuchtigkeit schützen.
Analysezertifikat
Jede Charge MOTS-c von Pepspan wird streng durch Dritte getestet. Unser COA umfasst HPLC-Reinheitsanalyse, Massenspektrometrie-Bestätigung, Aminosäureanalyse, Endotoxintests und Sterilitätsverifizierung.
Chargen-Reinheitsbericht
Janoshik VerifiziertAktuelle Charge: Warten auf erste Lieferung
Jede Charge von MOTS-c 10mg, die von Pepspan verkauft wird, wird unabhängig von Janoshik Analytical (Prag, Tschechische Republik) getestet. HPLC-Reinheitsanalyse, Massenspektrometrie und Aminosäuresequenzierung werden für jede Lieferung durchgeführt.
Alle Reinheitsberichte Anzeigen →Forschungshinweis
Dieses Produkt ist ausschließlich für die Laborforschung bestimmt. Es ist kein Arzneimittel, Lebensmittel, Kosmetikum oder Nahrungsergänzungsmittel. MOTS-c ist nicht für die Anwendung am Menschen oder Tier zugelassen. Mit dem Kauf bestätigen Sie, dass Sie ein qualifizierter Forscher sind.
Häufig gestellte Fragen
Was ist MOTS-c?
MOTS-c (Mitochondrial Open Reading Frame of the Twelve S rRNA type-c) ist ein mitochondrial-abgeleitetes Peptid (MDP) aus 16 Aminosäuren, das im mitochondrialen Genom kodiert ist. Entdeckt 2015 von Lee et al. an der USC, ist es das prototypische mitonukleare retrograde-signalisierende Peptid. MOTS-c aktiviert AMPK im Skelettmuskel, reguliert den Glukosestoffwechsel und transloziert unter metabolischem Stress in den Zellkern, um die Expression antioxidativer Gene zu steuern.
Wie wird MOTS-c rekonstituiert?
MOTS-c 10mg wird typischerweise mit 1-2 ml bakteriostatischem Wasser rekonstituiert, was Endkonzentrationen von 10 mg/ml oder 5 mg/ml ergibt. Das Verdünnungsmittel langsam an der Innenwand der Durchstechflasche injizieren — niemals direkt auf das Pulver zielen. 30-60 Sekunden lang sanft schwenken, bis vollständig gelöst. Nicht schütteln. Die Lösung sollte klar und farblos sein.
Was ist die typische Forschungsdosis?
Nager-Stoffwechselstudien verabreichen MOTS-c typischerweise mit 0,5-15 mg/kg in murinen Modellen — übertragen auf Pro-Maus-Dosierung sind das etwa 10-300 mcg pro Verabreichung. Übliche wöchentliche Forschungsprotokolle sind 5-10 mg/Woche in äquivalenten Forschungsdosen. Da MOTS-c eine kurze Plasma-Halbwertszeit hat, ist die Frequenz statt der Dosis pro Verabreichung oft die relevante Variable. Lee et al. (Cell Metabolism 2015) für protokollspezifische Konzentrationen konsultieren.
Wie sollte MOTS-c gelagert werden?
Lyophilisiertes MOTS-c bei -20°C bis zu 36 Monate lagern. Kurzfristige Kühlung bei 2-8°C ist bis zu 4 Wochen akzeptabel. Nach Rekonstitution bei 2-8°C kühlen und innerhalb von 30 Tagen verwenden. Vor dem Einfrieren in Einzeldosis-Volumina aliquotieren, wenn eine Langzeitlagerung erforderlich ist. Wiederholte Gefrier-Tau-Zyklen vermeiden — die beiden Methioninreste sind anfällig für Oxidation.
Ist MOTS-c in der EU legal?
Ja, wenn streng als Forschungsreferenzmaterial für Labor- und In-vitro-Anwendungen verkauft. MOTS-c ist weder ein Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel noch ein Kosmetikum und benötigt in der EU kein Rezept, wenn es ausschließlich für Forschungszwecke verkauft wird. Pepspan versendet aus Spanien in alle 27 EU-Länder — Intra-EU-Versand, keine Zollverzögerungen.
Was ist die Halbwertszeit von MOTS-c?
MOTS-c hat eine sehr kurze Plasma-Halbwertszeit — in der Größenordnung von Minuten — nach subkutaner Verabreichung in pharmakokinetischen Studien an Nagern. Seine biologischen Effekte halten jedoch viel länger an als das Plasmafenster, weil das Peptid in den Zellkern transloziert und die Genexpression in Zielgeweben (Skelettmuskel, Leber) modifiziert. Dieser Long-Tail-Effekt auf Gewebeebene ist der Grund, warum Forschungsprotokolle die Dosierung trotz der kurzen Plasma-Exposition tagelang auseinanderlegen können.
Ist ein Analysezertifikat verfügbar?
Ja. Jede Charge von MOTS-c wird unabhängig von Janoshik Analytical (Prag, Tschechische Republik) getestet. Das Analysezertifikat umfasst HPLC-Reinheit (>98%), massenspektrometrische Bestätigung, Aminosäureanalyse, Endotoxintests und Sterilität. Das COA ist chargenspezifisch und auf Anfrage erhältlich.
Was ist der Unterschied zu NAD+?
MOTS-c ist ein mitochondrial kodiertes Signalpeptid aus 16 Aminosäuren, das AMPK aktiviert und die nukleare Genexpression modifiziert. NAD+ ist ein kleinmolekulares Coenzym (Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid), das direkt an Redoxreaktionen teilnimmt und als Substrat für Sirtuine und PARPs dient. Sie zielen auf dieselbe breite biologische Domäne (mitochondriale Funktion, zelluläre Energetik, Langlebigkeit) über grundlegend unterschiedliche molekulare Signalwege — MOTS-c als Signalpeptid, NAD+ als Redox-Cofaktor und Sirtuin-Substrat.
Weitere Forschungsressourcen
Weitere Forschungsartikel, Vergleichsleitfäden und Laborprotokolle zu diesem Peptid:


